Die neue WIR-Welt – Abschied von der Ich-Kultur

27.07.2017

Die neue WIR-Welt – Abschied von der Ich-Kultur

 

 

Die CAS Software AG ist Marktführer im Bereich Kundenbeziehungsmanagement im deutschen Mittelstand. Mit SmartWe hat der TOP JOB-Arbeitgeber 2016 einen lang gehegten Traum verwirklicht: In der neuen WIR-Welt werden Grenzen aufgehoben, Kunden und Partner in den Mittelpunkt gestellt und Beziehungen intensiviert. Im Interview mit Gründer und Vorstandsvorsitzenden Martin Hubschneider erfahren Sie alles über SmartWe, die neue WEconomy und darüber, welche Rolle seine Mitarbeiter bei der Erfüllung dieses Traums spielen.

 

Martin Hubschneider, Gründer und Vorstandsvorsitzender


 

 

Herr Hubschneider, was halten Sie eigentlich persönlich von der Digitalisierung?


Wir alle erleben gerade, wie atemberaubend die Digitalisierung unsere persönlichen Lebensgewohnheiten und die Welt, in der wir leben, grundlegend verändert. Viele sehen in der digitalen Vernetzung auch Gefahren - zum Beispiel, dass bald nur noch einige wenige Plattform-Monopolisten über uns bestimmen. Genau das wollen wir als aktive Zukunftsgestalter verhindern: Wir streben nach einer Welt, die die digitale Freiheit und Souveränität des Einzelnen garantiert. Dies beinhaltet auch den Aufbau einer gemeinsamen WEconomy, die auf WIN-WIN Beziehungen und Nachhaltigkeit setzt. Genau dafür schaffen wir mit der SmartWe World eine der weltweit spannendsten Plattformen für Unternehmenssoftware.

 

 

Was unterscheidet SmartWe von anderen CRM-Systemen?


Die Lösung ist als erweiterbare Softwareplattform konzipiert und setzt auf die aktive Mitgestaltung aller Akteure. Kunden, Partner, Mitarbeiter und Softwareentwickler werden zukünftig an der Steuerung der Plattform und deren Entscheidungen beteiligt. Außerdem werden freiwillig die Gewinne begrenzt, um Überschüsse in Form von Innovationen oder Preissenkungen an die Kunden weiterzugeben - das ist weltweit einmalig.

 

„Die ‚Gefahr‘ bei SmartWe besteht darin,

dass es süchtig macht und man aus dem Schwärmen

nicht mehr heraus kommt-

was Sie vielleicht gerade bei mir bemerken."

 

 

Hinzu kommt: Jeder kann SmartWe auf dem eigenen Smartphone, Tablet oder PC sicher nutzen. Alle Daten werden nach den strengen deutschen Datenschutzgesetzen gespeichert. In der Nutzung ist die appbasierte Lösung faszinierend einfach, selbsterklärend und bietet größtmögliche Flexibilität. So können eigene Apps in SmartWe in einer Rekordzeit von 60 Minuten neu erstellt und so optimal angepasst werden.

 

 

Ihre Vision ist unter anderem Marktführer im Bereich des any Relationshipmanagement (xRM) zu werden. Wie schaffen Sie es, dass Ihre Mitarbeiter diese und andere Visionen verinnerlichen und danach handeln? Und was hat das aus Ihrer Sicht mit Arbeitgeberattraktivität zu tun?

 

Unsere Mission lautet: „Menschen verbinden". SmartWe soll die „Digitale Souveränität" der Menschen und der Unternehmen in Europa absichern. Wir haben ein klares Zukunftsbild, wie wir das erreichen werden. Diese außerordentlich sinnhafte und gesellschaftliche Aufgabe macht die CAS als Arbeitgeber für viele unserer Mitarbeiter und Bewerber, unabhängig von der Lebensarbeit auf unserem CAS Campus, besonders attraktiv.

 


Arbeiten 4.0 ist DAS Top-Thema. Als Softwareunternehmen sind Sie mit agilen Strukturen und neuen Arbeitsformen groß geworden. Diese bedingen z. B. die Selbstkompetenz der Mitarbeiter, inspirierende Führung, eine Vision und eine ausgeprägte Vertrauenskultur. TOP JOB attestierte Ihnen bei Ihrer Teilnahme im Jahr 2015 hier sehr gute Werte. Wie haben Sie das geschafft und was ist in Ihren Augen der zentrale Schlüssel dafür?


Wir haben uns anhand der eigenen Vision eines „koordinierten Netzwerkunternehmens" komplett neu organisiert - und zwar als sogenannte Smart Enterprise. Die Aufteilung in kleine überschaubare Einheiten mit klaren Zielen ermöglicht unseren Mitgestaltern seither Potentialentfaltung und Selbstverantwortung, für die es jeweils ein selbsterstelltes und gemeinsames Zukunftsbild gibt. Wir verzichten bewusst auf Profitcenter - jede Einheit soll den optimalen Beitrag für die CAS Software leisten. D.h. gegebenenfalls auch, dass wichtige Mitgestalter für eine andere Einheit arbeiten, da dort ihr Beitrag noch größer ist. Durch vielfältige Vernetzung des Unternehmens durch LSS-Teams (Learn Share Solve), also Arbeitsgruppen, die unternehmensübergreifende Lösungsvorschläge erarbeiten, Sportgruppen, Expertengruppen und Schulungen durch eigene Experten mit Trainerausbildung wird sowohl die persönliche Vernetzung als auch der Wissensaustausch gefördert.

 

 

Wie setzen Sie das Unternehmensziel „attraktive und gesunde Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter" um und wie äußert sich dies bei der Entwicklung eines neuen Produkts wie SmartWe? Was waren dabei die größten Herausforderungen?


Die größte Herausforderung für alle Beteiligten ist, groß genug zu denken. Wir alle sind allzu oft darauf konditioniert, dass Rahmenbedingungen sich nicht verändern lassen. Das stimmt nicht: Rahmenbedingungen sind sehr oft veränderbar. Zum Beispiel konnten wir in Kooperation mit anderen Unternehmen zum ersten Mal eine eindeutige Unternehmens-Identifikationsnummer für deutsche Unternehmen schaffen und damit die automatische Pflege von Adressdaten und die Vermeidung von Dubletten ermöglichen. Viele hielten das Projekt am Anfang für illusorisch - doch mittlerweile ist sogar ein eigenes Unternehmen daraus entstanden mit eigener Plattform (unternehmensverzeichnis.org) und eigenem Ökosystem.

 

 

Welche Rolle spielt das Thema Arbeitgeberattraktivität in Ihrer Unternehmensstrategie?

 

Wir streben nach einem möglichst hohen Customer Centricity Quotienten. Er ermittelt sich zum einen aus der Beziehungsqualität zu unseren Mitgestaltern, Kunden, Partnern und der Gesellschaft. Zum anderen aus einem erfolgreichen Unternehmen mit gesunden Visionen, Finanzen, Prozessen, Adaptionsfähigkeit u.v.m. Die Arbeitgeberattraktivität hat allerhöchste Priorität, da wir im erfolgreichsten Softwarecluster Europas nur als herausragend attraktives Unternehmen die besten Mitgestalter finden.

 

 

Inwiefern hat Ihnen TOP JOB dabei geholfen, Ihre Arbeitgeberattraktivität von innen heraus positiv weiter zu entwickeln?

 

Für uns gehört TOP JOB zu einem der effektivsten Benchmark-Projekte im Bereich Arbeitgeberattraktivität überhaupt. Die Auswertung durch Prof. Heike Bruch vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, hat uns den Spiegel vorgehalten. Durch diese Reflexion konnten wir sehr viel und effektiv lernen. Als die Untersuchung uns dann sehr gute Werte bescheinigt hat, hat dies natürlich jeden Mitgestalter beflügelt und auch stolz gemacht. Wer arbeitet nicht gerne bei einem ausgezeichneten Arbeitgeber?

 

 

Was können Sie anderen Entscheidern mit auf den Weg geben, die sich noch am Anfang der Reise zum Arbeitgeber erster Wahl befinden?

 

Exzellenz im Business bedeutet: die Freude an der stetigen Weiterentwicklung. Der Weg in Richtung Ziel beginnt mit der Einstellung, dass Exzellenz erreichbar ist, und entschlossenem Handeln in diese Richtung. Die Teilnahme an einem wissenschaftlich abgesicherten Benchmark-Vergleich wie TOP JOB halte ich für außerordentlich effektiv. Sowohl intern als auch für Bewerber. Und nicht nur das: Wir nutzen die Auszeichnung bei TOP JOB auch in der Kundengewinnung. Jeder weiß, dass attraktive Arbeitgeber auch nachhaltig erfolgreicher sind.

 

 

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und viel Freude bei der Erfüllung Ihrer Träume!

 

Mehr zum TOP-Arbeitgeber CAS erfahren Sie hier.

http://www.cas.de
www.smartwe.de