Vorsicht Schubladendenken!

13.05.2015

Vorsicht Schubladendenken!

 

Der viel diskutierte demographische Wandel ist bereits in vollem Gange und stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Arbeitgeber müssen schon heute, und vermehrt in den nächsten Jahren, mit einer zunehmenden Alterung und Altersvielfalt ihrer Belegschaft zurechtkommen.

 

In der Herausforderung liegt aber auch eine Chance, so Prof. Dr. Heike Bruch, Direktorin vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. So erklärt diese, dass gezielte Maßnahmen sogar die Unternehmensleistung steigern. Wer sich die Potentiale aller Mitarbeitenden in allen Altersgruppen produktiv nutzbar macht, positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber und sichert die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.


Der Schlüssel dazu liegt - wie so oft - in den Führungskräften. Diese müssen im Umgang mit verschiedenen Altersgruppen sensibilisiert und geschult werden. Dabei geht es um mehr als den Erhalt der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Die Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter aller Altersklassen ist bedeutend. So sollten alle Mitarbeitenden die gleichen Karrieremöglichkeiten haben, sich gefordert und dadurch gewertschätzt fühlen.
Das Potential, das sich daraus ergibt, wird oftmals nicht gesehen. Tatsächlich nehmen Arbeitgeber die Generationen schon fast stereotyp wahr, wie eine aktuelle Studie von Kienbaum ergeben hat. Dies behindert die Sicht auf das Selbstbild und die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass die Stereotype nicht zutreffen und die Generationen ihre Fähigkeiten und Eigenschaften ähnlich einschätzen. Jedoch unterscheiden sich die Ansprüche an den Arbeitgeber.

 

Das ist auch das Ergebnis der im Juni erscheinenden neuen TOP JOB-Trendstudie* zum Thema „Was macht Arbeitgeber attraktiv?". Sie untersucht, auf welche Faktoren die Generationen X und Y sowie Männer und Frauen besonderen Wert legen.
Fazit ist unter anderem, dass den Arbeitnehmern hinsichtlich der Arbeitgeberattraktvität beispielsweise Lernmöglichkeiten, internes Unternehmertum und die Vermeidung einer Beschleunigungsfalle generations- und geschlechtsübergreifend besonders wichtig sind.


*Die neue TOP JOB-Trendstudie „Was macht Arbeitgeber attraktiv" vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Lassen Sie sich schon jetzt unter dem Stichwort "TOP JOB Trendstudie 2015" vormerken.