Wertschätzung: So geht's!

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27.11.2014

Wertschätzung: So geht's!

 

Machen Sie sich so langsam Gedanken darüber, was Sie Ihren Mitarbeitern und Kollegen zu Weihnachten schenken könnten? Ein Vorschlag: Schenken Sie ihnen Wertschätzung. Wir verraten Ihnen 5 "Geschenkideen".

 

 

Wert¦schät¦zung [f. -; nur Sg.]. Ansehen, Achtung; Anerkennung; hohe Einschätzung

(Quelle: Duden)


Wertschätzung ist ein großes Wort, dessen Bedeutung - so scheint es zumindest -manchen Führungskräften leider völlig unbekannt ist. Es gerät in Vergessenheit, wie wichtig das Thema eigentlich ist: Wertschätzung motiviert. Und motivierte Mitarbeiter wiederum sorgen maßgeblich dafür, dass der Unternehmenserfolg steigt, wie die aktuelle TOP JOB-Trendstudie beweist.

 

Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht wertschätzen, hat das oft gar nichts mit Boshaftigkeit zu tun - so viel sollte klar sein. Überlastung, fehlende Zeit, mangelndes Einfühlungsvermögen: Es gibt viele Gründe, warum es Führungskräfte und Kollegen an Anerkennung fehlen lassen.

 

Dabei könnte es so einfach sein: Schon kleine Gesten zeigen Ihren Mitmenschen, dass Sie sie wertschätzen.

 

5 Wege zu mehr Wertschätzung

 

1) „Gnōthi seautón - erkenne dich selbst!" (Inschrift am Apollotempel von Delphi)

Wer eine gute Meinung von sich selbst hat, ist glücklicher und zufriedener - und strahlt das auch auf seine Mitmenschen aus. Wie soll man die Arbeit anderer wertschätzen, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist? Psychologische Studien zeigen genau das: Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, haben mehr Erfolg.

 

2) „Ein freundliches Wort ist mehr Wert als es kostet" (Ernst Ferstl)

Das Gefühl, etwas wert zu sein und von anderen Menschen geachtet zu werden, ist ein Grundbedürfnis. Ein freundliches Wort zur rechten Zeit ist ein erster Schritt zu einer wertschätzenden Kultur. Wichtig: Sie müssen es ehrlich meinen! Menschen merken es sehr schnell, wenn ein Lob nur geheuchelt wurde.

 

3) „Der Preis der Größe heißt Verantwortung"

Dieses Zitat Winston Churchills suggeriert, dass Verantwortung etwas Schlechtes ist. Verantwortung ist schließlich auch immer verbunden mit einer Verpflichtung. Verantwortung abzugeben ist ein Zeichen von Wertschätzung - und von Größe. Sie zeigen hiermit einer anderen Person, dass Sie an sie glauben. Und das motiviert.

 

4) „Was man kauft, bekommt man billiger als ein Geschenk." (M. de Cervantes-Saavedra)

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, sagt man so schön. Richtig ist aber auch: Viele Menschen schenken einfach irgendwas, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen (warum sonst landen jährlich so viele Socken unter dem Weihnachtsbaum?). Sicher freuen sich die Mitarbeiter über ein Geschenk. Oftmals freuen sich Menschen über kleine Gefälligkeiten aber noch viel mehr - vor allem dann, wenn man auch mal ganz selbstlos einer anderen Person etwas zugesteht.

 

5) „Ein Thor, der glaubt, Angst zu säen und Respekt zu ernten." (Alexander Liebezeit)

Einem Menschen mit Respekt zu begegnen, ist Grundvoraussetzung für jede Beziehung, das wissen wir spätestens seit Immanuel Kant. Leider ist Respekt nicht immer für jeden selbstverständlich. Es sagt sehr viel über einen Menschen aus, wie er andere behandelt. Und Wertschätzung ist vor allem eine Sache des Gefühls. Behandeln Sie Ihre Mitmenschen daher stets so, wie Sie selbst auch behandelt werden möchten. Kants kategorischer Imperativ ist heute aktueller denn je.

 

Fazit

Ein abschließendes Zitat vom großen französischen Schriftsteller Molière: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."


Will in unserem Fall heißen: Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern keine Wertschätzung, müssen Sie auch die Verantwortung dafür tragen, wenn Ihre Beschäftigen sich nicht wohlfühlen. Und was unmotivierte Mitarbeiter alles bewirken können, haben wir Ihnen bereits in einer früheren Spickzettel-Ausgabe dargestellt.