Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie mehr darüber.

Besser als gedacht

10.07.2020

Besser als gedacht

 

 

Wie Mitarbeitende ihren Arbeitgeber in der Krise bewerten

 

Da gab es keine Ausnahmen: Die Corona-Krise hat alle Unternehmen unvorhergesehen und mit voller Wucht getroffen. Eingeübte Handlungsmuster gab es nicht – Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeitende mussten eine noch nie dagewesene Situation meistern. Insbesondere Unternehmen, die schon lange in ihre Attraktivität als Arbeitgeber investieren und eine starke Kultur aufgebaut haben, möchten auch in diesen unruhigen Zeiten ihren Kurs nicht verlassen. Darum haben sie mit dem „Krisenkompass“ genau hingehört und bei ihren Mitarbeitenden kurz Feedback eingeholt. Wir haben einzelne Unternehmen nach ihren Erfahrungen damit gefragt und uns die Ergebnisse aller Unternehmen im Querschnitt angesehen. Die gute Nachricht: Sie sind besser als gedacht.

 

Der Krisenkompass ist eine kurze Mitarbeiterbefragung mit dem Fokus auf das aktuelle Krisenmanagement. Auch streckt der Kompass die Fühler in die Zeit danach aus und beleuchtet einige Aspekte aus der neuen Arbeitswelt. 

 

Gutes Zeugnis für das Krisenmanagement insgesamt

 

Gefragt wurde zum Beispiel:

  • Erhalten die Mitarbeitenden aus ihrer Sicht genügend Informationen über ergriffene Maßnahmen?
  • Gelingt es den Führungskräften auch in Zeiten von Homeoffice und Kurzarbeit die Verbindung zu halten?
  • Sind sie nahe genug an den Mitarbeitenden?
  • Wie wirkt sich das auf den Teamzusammenhalt aus?
  • Und anderes mehr.

 

Eines der Ergebnisse: 76% der Befragten über alle Unternehmen hinweg stellen ihren Arbeitgebern ein gutes bis sehr gutes Zeugnis im Umgang mit der Krise aus.


 

 

 

Führung ist in schwierigen Zeiten umso wichtiger – gleichzeitig ist Führung auf Distanz schwieriger. Auch hier wird offenbar gute Arbeit geleistet: Fast 80% aller Befragten bestätigen, dass sie nach wie vor eine gute Verbindung zu ihrer Führungskraft haben. Das zeigt, dass die rein sachliche Führung gut funktioniert. Es gibt zur rechten Zeit genügend Informationen zur Krisenbewältigung und zum weiteren Vorgehen. 

 

 

 

 

Mehr Fingerspitzengefühl

 

Der Krisenkompass zeigt jedoch auch, dass es in der Führung noch etwas mehr Fingerspitzengefühl braucht. Denn die Frage, inwieweit sich die Mitarbeitenden ohnmächtig und ausgeliefert gefühlt haben, wird nur unterdurchschnittlich bewertet. Ein Hinweis darauf, dass in der Krise die empathische bzw. emotionale Führung verstärkt werden sollte.

Menschen fühlen sich in der Regel dann ohnmächtig und ausgeliefert, wenn sie keinen Beitrag leisten können. Wenn sie nicht mitreden können. Wenn Sie nicht gefragt werden und wenn Sie keine Perspektive sehen. Mehr Reflektion der Führungskräfte tut hier gut und die Möglichkeiten die Mitarbeitenden einzubinden sind oft vielfältig. Mitarbeitende sollten und wollen keine Informationsempfänger, sondern Mit-Gestalter sein. Dies wirkt übrigens immer - also auch ohne Krise hervorragend auf die Motivation und Dynamik der Mitarbeitenden.

 

 

Den Krisen-Kompass und unsere weiteren Angebote in der Krise finden Sie hier

 

 

Quelle: TOP JOB Krisen-Kompass. Befragt wurden 1.455 Mitarbeitende im Zeitraum von März – Juni 2020.