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29.04.2010

Die compamedia-Sprechstunde

 

Heute: Alexander R. Petsch, Geschäftsführer der spring Messe Management GmbH & Co. KG. Der Messespezialist entwickelt und organisiert Fachmessen in den Bereichen „Personalwesen", „Public Sector", „Health/Reha/Arbeitsicherheit", „IT & Unternehmenssteuerung" und „Onlinemarketing" und veranstaltet unter anderem die beiden bedeutenden Personal-Fachmessen „PERSONAL 2010" und „Zukunft Personal".

 

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?
Ich setze Teewasser im Wasserkocher auf, gehe einmal durch die ganze Firma und wünsche meinen Mitarbeitern einen guten Morgen.

 

Was ist Ihre Internet-Startseite im Büro?
Unser interner spring-WIKI. Der ist auch die Startseite bei allen Mitarbeitern und hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Instrument für den internen Wissensaustausch entwickelt.

 

Was lesen Sie gerade?
Gerade lese ich zwei Bücher parallel, obwohl mir zum Lesen leider wenig Zeit bleibt. Es sind „Was ist Management?" von Peter Drucker und „Re-imagine!" von Tom Peters. Dazu muss ich sagen, dass Instant-Internet-Access über mein iPhone meine Lesegewohnheiten sehr stark verändert hat.

 

Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum?
Ich habe viele Vorbilder. Es gibt immer wieder Menschen, die mich beeindrucken und begeistern. Zuletzt war das zum Beispiel Jay Cross (Alter: gefühlte 75) auf der „Swiss eLearning Conference", der uns allen beim Thema Web 2.0 und Social Media noch etwas beibringen kann und die gesamte Komplexität der virtuellen Welt durchschaut. Er ist ein echter Digital Native, der im Kopf jung geblieben ist, mit einem mentalen Alter von etwa 25 Jahren. An Helmut Kohl hat mich beeindruckt, wie er die deutsch-französische Freundschaft vorangetrieben hat. Da kommt mir das Bild von ihm und Mitterrand in Verdun in den Sinn. Ein anderes Vorbild ist Peter Drucker mit seinen klar visionären Managementstrategien, die Entwicklungen im Management 50 Jahre vorweggenommen haben. Mich beeindruckt, wie er diese Dinge damals schon auf den Punkt gebracht hat.

 

Ein Monat im Amt: Was würden Sie als Erstes in Angriff nehmen, wenn Sie Bundeskanzler wären?
Alles auf Bildung setzen und das so im Grundgesetz verankern, dass man es nicht vier Wochen später wieder rückgängig machen kann. Denn unser Bildungssystem, unser Wissen und unser Know-how sind die Grundlage unseres Wohlstands und unserer gesellschaftlichen Sicherheit.

 

Was zeichnet einen guten Arbeitgeber aus?
Respekt, Geradlinigkeit und die richtige Mischung aus Konsequenz und Verständnis für die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters.

 

Was war Ihr bisher größter Flop?
Der Versuch, eine Fachmesse für „IT und Management im Gesundheitswesen" zu etablieren, bei gleichzeitigem Wissen, dass die Markteilnehmer im Gesundheitswesen kaum Interesse an Transparenz haben.

 

Wo können Sie am besten nachdenken?
In den Bergen oder am Meer. Ein guter Ort zum Nachdenken ist zum Beispiel die Terrasse oben auf dem Hornberg bei Saanenmöser: wunderschöner Panoramablick, oft Sonne, da schmeckt selbst der Schweizer Fendant beim Nachdenken noch besser.

 

Welches ist Ihr ehrgeizigstes Ziel für 2010?
Mich persönlich im Rahmen meiner Firma mehr zurücknehmen. Vier Wochen Urlaub im Sommer und Winter wären schon ein guter Anfang.

 

Wenn Sie nicht Geschäftsführerin eines erfolgreichen Unternehmens wären, was würden Sie heute tun?
Ein neues Unternehmen oder eine neue Organisation aufbauen.