Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie mehr darüber.

25.02.2010

Die compamedia-Sprechstunde

 

Heute: Hans Eichel, Mentor des neuen compamedia-Projekts TOP CONSULTANT. Eichel war von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel, von 1991 bis 1999 Ministerpräsident des Landes Hessen und von 1999 bis 2005 Bundesminister der Finanzen. Heute sitzt er unter anderem im Hochschulrat der Universität Kassel und leitet die Arbeitsgruppe „Nachhaltige Strukturpolitik" der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?
Zeitung lesen und auswerten.

 

Was ist Ihre bevorzugte Tageszeitung?
Die „Süddeutsche Zeitung", dazu „Handelsblatt" und „Financial Times Deutschland".

 

Was lesen Sie gerade?
Eine dicke, sehr spannende Krimi-Trilogie von Stieg Larsson.

 

Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum?
Schwierig zu beantworten. In der Politik: Willy Brandt für die Kraft seiner Visionen, Helmut Schmidt für seinen klaren und zugleich pragmatischen politischen Kurs und Nelson Mandela für seine Fähigkeit, Versöhnung zu stiften.

 

Ein Monat im Amt: Was würden Sie als Erstes in Angriff nehmen, wenn Sie jetzt Bundeskanzler wären?
Die wichtigsten und vordringlichsten Aufgaben der Regierung: alles für den Klimaschutz tun; die Kinderbetreuung rasch ausbauen; Bildung, Forschung und Entwicklung stärker fördern und den Menschen die Wahrheit über die Finanzlage sagen und entsprechend handeln.

 

Was zeichnet einen guten Berater aus?
Er muss bestens über sein Feld informiert sein, gut beobachten, zuhören und analysieren können, sehr kreativ bei seinen Vorschlägen sein und dabei immer die vorhandenen Potenziale im Blick haben.

 

Was war Ihr bisher größter Flop?
Natürlich hat es Flops gegeben. Über meine größten rede ich nicht.

 

Wo können Sie am besten nachdenken?
Nicht am Schreibtisch, oft im Dialog mit meinen Freunden oder meiner Frau.

 

Welches ist Ihr ehrgeizigstes Ziel für 2010?
Ich will meine Sachen gut machen.

 

Wenn Sie nicht diese beeindruckende politische Karriere gemacht hätten, was würden Sie heute tun?
Das weiß ich nicht. Ein Traumberuf ist immer mitgewandert: Architekt (wie mein Vater und vier Generationen vor ihm).