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Die Zukunft der Zeitarbeit

27.01.2011

Die Zukunft der Zeitarbeit

 

Moderne Personaldienstleister sind inzwischen weit mehr als reine Verleihfirmen. Ihre Zukunft liegt in einem partnerschaftlichen, kundenorientierten Handeln. Sie offerieren wirtschaftlich machbare und sozial verantwortungsbewusste Personallösungen. Denn ein fairer Umgang mit den Zeitarbeitnehmern wird immer wichtiger und bietet zudem Potenzial für einen Imagewandel. Branchenkenner Holger Piening, der selbst ein Personaldienstleistungsunternehmen führt, verrät Tricks, mit denen es ihm gelingt, sich potenziellen Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren - und die Mittelständlern helfen, gute Zeitarbeitsfirmen zu erkennen.

 

Den kompletten Beitrag gibt's im aktuellen TOP JOB-Buch, das ab morgen im Handel zu haben ist - oder direkt hier.

 

Von Holger Piening

 

1. Attraktive Perspektiven bieten
Langjährige Perspektiven und sichere Jobs gibt es auch in der Zeitarbeitsbranche. Bei Piening zum Beispiel haben in den letzten Jahren viele Zeitarbeitnehmer ihr 10- oder 20-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Diese Mitarbeiter wurden im Laufe ihrer Beschäftigung bei Piening in verschiedenen Kundenfirmen eingesetzt. Einige dieser Firmen existieren heute schon nicht mehr. Aber als Zeitarbeitnehmer bei Piening hatten die Mitarbeiter immer einen festen Arbeitsplatz - statt eines Unternehmenswechsels folgte für sie einfach der nächste Kundeneinsatz.
Dieser Vorteil ist in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt. Hier kann und muss die Personaldienstleistungsbranche mehr Aufklärungsarbeit leisten, um Bewerber von sich zu überzeugen.

 

2. Mitarbeiterzufriedenheit
Beschäftigte, die mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden sind, bringen bessere Leistungen und wechseln seltener den Arbeitgeber. Darum ist die Mitarbeiterzufriedenheit eine wichtige Stellschraube und sollte regelmäßig gemessen werden. Mitarbeiterbefragungen, wie sie im Rahmen des TOP JOB-Wettbewerbs stattfinden, bieten dafür gute Möglichkeiten. Dadurch weiß der Arbeitgeber, wo seine Beschäftigten Verbesserungspotenzial sehen, und kann gezielt daran arbeiten.

 

3. Weiterbildung/Qualifizierung
Personaldienstleister sind prädestiniert für umfassende Weiterbildungskonzepte: Durch unterschiedliche Einsätze in verschiedenen Firmen haben die Zeitarbeitnehmer immer die Möglichkeit, „on the job" neue Technologien und Abläufe kennenzulernen und sich so neue Kenntnisse anzueignen. Auf der anderen Seite macht das Wesen der Personaldienstleistung - ein Geschäft mit sehr hohem Tempo bei den Auftragsbesetzungen - die Planung von Weiterbildungszeiten recht schwierig. Daher können die herkömmlichen Angebote von Weiterbildungsdienstleistern meist nur in geringem Umfang genutzt werden.
Innovative Konzepte sind also gefragt. Bei Piening gibt es seit 2010 einen Seminarkatalog, der eigene Seminare wie auch Seminare in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern anbietet. Die Seminare stehen allen Beschäftigten - in Absprache mit ihren Vorgesetzten - offen. Dies gilt auch für die bei Kunden eingesetzten Mitarbeiter. Neben diesen Seminaren bietet Piening auch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen an: angefangen bei individuellen Förderungen über arbeitsplatzbezogene Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu Personalentwicklungsprogrammen.
Wichtig ist: Die Personaldienstleister haben den Bedarf an Qualifizierungsmaßnahmen erkannt. Die Arbeitgeberverbände der Branche sind dabei, ein Konzept zu erarbeiten, das auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Branche zugeschnitten ist.

 

4. Ausbildung
Nachwuchs auszubilden war bisher in der Zeitarbeitsbranche aufgrund der Besonderheiten der Branche schwierig. Allenfalls Bürokräfte konnten ausgebildet werden. Seit 2008 gibt es jedoch einen eigenen Ausbildungsberuf, den/die Personal- dienstleistungskaufmann/-kauffrau. Schon im ersten Jahr konnten über 1.000 junge Menschen ihre Ausbildung in diesem neuen Beruf beginnen. Die ersten haben im Sommer 2010 ihre Prüfungen absolviert. Die Personaldienstleistungsbranche präsentiert sich somit auch jungen Menschen als Branche mit Zukunftsperspektiven.

 

Informationen zum Autor gibt's hier.