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Von Trojanern und Recruiting-Pizzen: Kreativ gegen den Personalmangel

31.03.2011

Von Trojanern und Recruiting-Pizzen: Kreativ gegen den Personalmangel

 

Viel braucht man nicht, um im Kampf um talentierte Top-Fachkräfte die Nase vorn zu haben. Nur eine richtig gute Idee! compamedia-Geschäftsführerin Silke Masurat ist jüngst über zwei freche Recruiting-Kampagnen gestolpert, die zeigen: Mit der richtigen Portion Kreativität meistern Unternehmer jeden Personalengpass.

 

Von Silke Masurat


Zwei freche und dabei unglaublich witzige Recruiting-Kampagnen aus der Werbebranche haben mir in den vergangenen Wochen Kurzweil beschert: Die Agentur Jung von Matt machte sich den Umstand zunutze, dass freie Fotografen regelmäßig auf Tournee durch verschiedene Werbeagenturen gehen, um sich dort mit ihren Mappen vorzustellen. Die Kreativschmiede stattete befreundete Fotografen dazu mit „trojanischen" Motiven aus: Auf den Aufnahmen waren mehr oder weniger gut versteckte Stellenanzeigen von Jung von Matt platziert. Motto: „Und wann zeigst du uns deine Mappe?" Zielgruppe waren die Art-Direktoren der gegnerischen Lager. Das Ergebnis: Fast doppelt so viele Bewerbungen wie im Vorjahr!


Das konnte die Konkurrenz nicht auf sich sitzen lassen: Wenig später startete Scholz & Friends einen Gegenangriff. „Beute" waren diesmal Onliner: Operation „Recruiting-Pizza" setzte auf den verbreiteten Trend in Hamburger Werbeagenturen, sich bei Überstunden (und so etwas soll in der Branche ja vorkommen) eine Pizza bei „Croque Master", dem Haus- und Hoflieferanten der Szene, zu bestellen. Vier Wochen lang wurde zusätzlich zu jeder Bestellung eine „Pizza Digitale" on top ausgeliefert. Dieses spezielle Backwerk wurde mit Tomatensoße in Form eines QR-Codes belegt. Wer ihn mit dem Handy scannte, surfte direkt auf eine mobile Landingpage mit den Stellenangebot von Scholz & Friends. Natürlich auch auf der Liste der Agenturen, die in den Genuss der Speziallieferungen kamen: Jung von Matt. Das Ergebnis hier: 12 Bewerbungsgespräche und zwei neue Digital-Teams!


Zugegeben: Die Werber sind von Natur aus kreativ. Sollten sie zumindest, denn schließlich verdienen sie damit ihr Geld. Aber: Ambitionierte Mittelständler können von diesen Beispielen viel lernen und sich inspirieren lassen.

 

1. Machen Sie sich klar, wen Sie suchen.

2. Finden Sie heraus, wo und wie Sie Ihre potenziellen neuen Kollegen erreichen.

3. Seien Sie mutig!


In diesem Sinne: Halten Sie die Augen offen!