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Feiges Personaltipp: Ist Ihre Vision auch eine Lachnummer?

30.06.2011

Feiges Personaltipp: Ist Ihre Vision auch eine Lachnummer?

 

Heute: Leitbilder, die wirklich leiten!

 

Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Tipps zu allen Fragen des Personalmanagements. Und das jetzt auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".

 

 

Klar, es ist schick, ein Leitbild oder eine Vision zu haben. So ist es nicht erstaunlich, dass ich bei meinen Unternehmensbesuchen kaum ein Gebäude oder einen Besprechungsraum finde, in dem kein tolles, buntes und schick gestaltetes Poster mit der „Unternehmensvision" an der Wand hängt. Doch: Für die Mitarbeiter sind diese Poster oft nicht mehr als eine Lachnummer. Die Kollegen aus der Produktion, der Verwaltung und dem Vertrieb verdrehen häufig nur die Augen, wenn die Sprache auf das Thema kommt. Warum?

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Die Antwort ist der fehlende Bezug zur Realität. Ein Geschäftsführer hat mir einmal gesagt, dass er sich weigert, seine Vision, seine Mission und seine Werte in eine Hochglanzbroschüre zu packen. Diese Dinge sollte man nicht nachlesen müssen - sie sollten über das Handeln sichtbar werden. Nun ist das vielleicht etwas krass formuliert, aber ein Funken Wahrheit steckt doch darin: Leitbilder und Visionen sollten nicht nur an der Wand hängen, sondern auch im (berufs-)täglichen Leben spürbar sein!

 

Die Verantwortlichen erreichen ihre Mitarbeiter nur, wenn sie es schaffen, die „tollen" Schlagwörter mit Leben zu füllen. Ein einfacher Weg ist es etwa, die Leitbildaussagen mit den Tools und Systemen im HR-Management zu verbinden. Fordert das Leitbild zum Beispiel „innovatives Denken", so sollte das ein Kriterium in der Mitarbeiterbeurteilung oder dem jährlichen Mitarbeitergespräch sein. Ein Ideenmanagementsystem und Kreativitätsschulungen stärken innovatives Denken - und vielleicht gibt es im Unternehmen ja sogar einen Kreativtag? Die Führungskräfte sollten den Mitarbeitern Freiräume lassen, um neue Ideen auszuprobieren. Dadurch zeigt die Unternehmensführung, dass es ihr ernst ist.