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Feiges Personaltipp: Machen Sie Ihren Mitarbeitern den Prozess!

28.07.2011

Feiges Personaltipp: Machen Sie Ihren Mitarbeitern den Prozess!

 

Heute: Change? Yes, we can! Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Tipps zu allen Fragen des Personalmanagements. Und das auch jeden Monat im compamedia-"Spickzettel".

 

Heute jagt in vielen Unternehmen eine Veränderung die nächste. Die einzelnen Prozesse werden dabei leider oft schlecht geplant und noch schlechter begleitet. Die Folge: Viele Mitarbeiter sind überfordert und resignieren. Genauso wichtig wie der obligatorische Projektmanager ist deshalb ein "Mensch"-Manager. Das sollten Führungskräfte zwar per se sein, oft genug sind sie aber völlig überlastet. Deshalb ist es sinnvoll, dass man sogenannte "Change-Agents" ausbildet. Neben den normalen Projektmanagent-Tools sollten diese Kollegen auch lernen, wie sie Menschen in Projekten motivieren können und wie man produktive Energie erzeugt. Und: Sie sollten die Veränderungsformel lernen und sie als ständigen Wegbegleiter haben: U x V x S > K.

 

Was heißt das?
Menschen engagieren sich nur dann für Veränderungen, wenn das vorhandene Unbehagen (U) - multipliziert mit einer vorhandenen Vision (V) und multipliziert mit den ersten Schritten (S) - größer ist als die Kosten (K), welche die betroffenen Personen durch die Veränderung in Kauf nehmen müssen. Kosten können materieller und nicht-materieller Natur sein. Wichtig ist, dass alle drei Faktoren der linken Seite der Gleichung vorhanden sein müssen. Denn es nutzt nichts, wenn ich eine Vision habe und auch erste Schritte getan habe, aber niemand ein Unbehagen mit der bestehenden Situation verspürt. Warum sollte er dann in die Veränderung einwilligen und sie freudig mitgehen? Oder wenn zwar ein Unbehagen vorhanden ist und auch eine Vision, aber keiner geht die ersten Schritte. Das motiviert auch nicht zum Mitmachen. Genauso ist es, wenn ein Unbehagen vorhanden ist, auch erste Schritte gemacht sind, aber keine Richtung (Vision) erkennbar ist.

 

Also: Erst wenn man Antworten auf alle Variablen der linken Seite der Gleichung hat, kann man einen Veränderungsprozesses beginnen. Am besten ist es, wenn man die betroffenen Personen in das Finden der Antworten auf die drei Variablen integriert. Allerdings - und das bitte immer mit bedenken - starten die Menschen nur durch, wenn die linke Seite der Gleichung größer ist als die rechte. Deshalb muss man sich auch hierüber Gedanken machen, wenn man einen solchen Prozess wirklich zu einem erfolgreichen Ende führen will.