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Alles im grünen Bereich?

01.09.2011

Alles im grünen Bereich?

 

Trauriges Ergebnis für Deutschlands Konzerne: Kaum ein Kunde nimmt den Global Playern der Bundesrepublik wie Daimler, Telekom oder Siemens ihre Bemühungen um Umweltschutz und ethisch korrektes Handeln ab - trotz beachtlicher Anstrengungen auf diesem Gebiet. Wie so oft steht der Mittelstand wesentlich besser da.

 

Wirklich überraschend sind die Ergebnisse der Studie von Ernst & Young nicht. Bei einer repräsentativen Umfrage des Beratungshauses gaben die Kunden den deutschen Konzernen reihenweise schlechte Noten. Sogenannte weiche Faktoren wie Moral, Anstand und Schutz der Umwelt werden in der Bevölkerung zwar als bedeutsam erachtet, kaum ein Befragter wollte oder konnte aber auch nur einen Konzern benennen, den er in Sachen Korruptionsbekämpfung, ethisch korrektes Handeln oder Frauenförderung vorne sieht. Die Ergebnisse sind besonders bemerkenswert, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Anstrengungen - personell und finanziell - die Konzerne auf dem Gebiet der gesellschaftlichen Verantwortung unternehmen.

 

Vorreiter Mittelstand
Ganz anders sieht es - wie so oft - für den Mittelstand aus. Auch wenn die Strategien nicht ausgefeilt, die Bemühungen eher punktuell und unstrukturiert sind: Gerade kleinere, mittelständische Unternehmen finden oftmals ganz eigene und vor allem markenspezifische Wege auf dem Feld der Unternehmensverantwortung, der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR). Das ergab ein Forschungsbericht des Bundesumweltministeriums.

 

Für viele Mittelständler ist soziale und ökologische Verantwortung demnach kein neues Kommunikationsthema, sondern vielmehr integraler Teil einer langjährig gewachsenen Unternehmenskultur. Beispiele sind hier der niedersächsische Möbelhersteller Wilkhahn oder die Schokoladenfabrik Alfred Ritter GmbH & Co. KG - die als TOP JOB-Unternehmen 2009 übrigens sehr gut weiß, dass Verantwortung den eigenen Mitarbeitern gegenüber ebenfalls zum guten gesellschaftlichen Ton gehört. Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln ist laut dem Ministerium meist entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Markenerlebniskette erkennbar und vor allem direkt mit dem Geschäftserfolg verknüpft. Außerdem fungieren hier die Führungskräfte als erste Botschafter der Marke. Denn gerade soziale und ökologische Verantwortung muss vom Top-Management bis hin zu jedem einzelnen Mitarbeiter mitgetragen und gelebt werden, um glaubwürdig und erfolgreich zu sein. Nicht ohne Grund sind viele der häufig zitierten CSR-Erfolgsgeschichten unmittelbar mit Unternehmerpersönlichkeiten wie Klaus Hipp, Götz W. Werner (dm) oder eben Alfred Ritter verknüpft. Sie leben Verantwortung vor, übernehmen sie konsequent und geben ihren Marken mit dem echten Bemühen um CSR ein ganz eigenes, glaubwürdiges Gesicht.

 

Wer Lust darauf bekommen hat, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen, kann sich entweder mit der Broschüre des Bundesumweltministeriums „Verantwortung neu denken" einen CSR-Leitfaden mit zahlreichen Tipps herunterladen - oder sich hier Informationen zur neuen compamedia-Initiative ETHICS IN BUSINESS holen.