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Dr. Feiges Personaltipp: Abgestimmte HR-Systeme sind top

24.01.2012

Dr. Feiges Personaltipp: Abgestimmte HR-Systeme sind top

 

Heute: HR-Systeme richtig aufeinander abstimmen.

Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Tipps zu allen Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".

 

 

Bei vielen Unternehmen entstehen die unterschiedlichen Personalsysteme oder Tools, zum Beispiel die Stellenausschreibung, das Anforderungsprofil oder auch das Mitarbeiterjahresgespräch, zu unterschiedlichen Zeiten: eben dann, wenn sie erforderlich sind. Es gibt also viele Einzelsysteme, die Gefahr laufen, nicht richtig zusammenzupassen.


Ein Beispiel:


Der Arbeitgeber sucht neue Mitarbeiter und entwirft eine Stellenbeschreibung. In ihr stehen die Haupttätigkeiten und die daraus abgeleiteten Ausbildungsvoraussetzungen. Danach listet er für die zukünftigen Bewerbungsgespräche in einem detaillierten Anforderungsprofil die verschiedenen Kompetenzen (Fach-, Methoden-, Sozial- und persönliche Kompetenzen) auf, die der Bewerber mitbringen muss. Meistens ist dieses Profil um einiges umfangreicher als die Stellenanzeige.


Die Bewerbungen kommen, der Arbeitgeber trifft eine grobe Vorauswahl und lädt zum Vorstellungsgespräch. Hier gibt es einen ersten Systembruch. Denn die Interview-Checkliste, nach der die Bewerber befragt werden, enthält entweder gar keine oder oft andere Kompetenzen als das Anforderungsprofil. Schließlich entscheidet sich der Arbeitgeber für einen Kandidaten und stellt im ersten Mitarbeitergespräch fest, dass der Bewerber nach dem ersten Jahr eher schlecht beurteilt werden muss. Hier liegt ein zweiter Systembruch vor, da im Mitarbeiterjahresgespräch wieder ganz andere Kompetenzen geprüft und beurteilt werden als die, die im Anforderungsprofil oder in der Interview-Checkliste für die Einstellung stehen.


Die Lösung: Die Beurteilungskriterien aller Bewertungstools (Stellenbeschreibung, Anforderungsprofil, Einstellungsinterview-Checkliste und Mitarbeiterjahresgespräch) müssen aufeinander abgestimmt sein. Konsequenterweise sollte es eine Zusatzspalte in den Beurteilungsprotokollen geben, aus der klar hervorgeht, wie wichtig die jeweiligen Kriterien für eine Erfüllung der Arbeitsaufgabe sind. Nur so ist allen Beteiligten klar, worauf sie zu achten haben, und die Beurteilung ist treffsicherer.


Stellen Sie Ihre Systeme/Tools einander gegenüber und machen Sie den Konsistenzcheck!