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„Rückschläge gehören zum Unternehmerleben“

21.03.2012

„Rückschläge gehören zum Unternehmerleben“

 

Heute in der compamedia-Sprechstunde: Ralf Granderath, Geschäftsführer der Düsseldorfer innocate solutions gmbh. Der IT-Dienstleister aus dem Rheinland belegt 2012 bei TOP JOB in der Gruppe der Unternehmen mit 20 bis 100 Mitarbeitern den ersten Platz und ist damit „Arbeitgeber des Jahres"!

 

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?
Im Büro gehe ich schon auf dem Weg zum Schreibtisch in unserer Kaffeeküche vorbei. Nicht nur, um mich mit einem leckeren Kaffee zu versorgen, sondern auch, um gleich den ersten Kontakt zu einem Teil des Teams direkt aufzunehmen. Denn die Kaffeeküche ist, wie wahrscheinlich in vielen Firmen, gerade am Morgen ein beliebter Treffpunkt für viele Mitarbeiter.

 

Was ist Ihre Internet-Startseite im Büro?
Mein Browser startet mit einem Link auf unser Intranet, in dem wir alle wichtigen Informationen für unsere Mitarbeiter sammeln und über das ich Zugang zu allen wichtigen Systemen im Haus habe.

 

Was lesen Sie gerade?
Aktuell lese ich von Jörg Maurer den Krimi „Föhnlage". Es macht schon etwas neugierig, wenn ein bekannter und preisgekrönter Musik-Kabarettist seinen Krimi-Debütroman schreibt...

 

Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum?
Es gibt einige Menschen, die für mich mit dem, was sie tun, Vorbild sind. Am stärksten bin ich jedoch von meinen Eltern geprägt, die mir wichtige Werte vermittelt haben. Ich denke, dass ein werteorientiertes Verhalten in unserer Gesellschaft zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird. Von daher steht innocate vor allem für klare Werte im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden.

 

Ein Monat im Amt: Was würden Sie als Erstes in Angriff nehmen, wenn Sie Bundeskanzler wären?
Erst einmal würde ich mir einen Überblick darüber verschaffen, welche Herausforderungen mein Vorgänger mir hinterlassen hat. Dann würde ich dafür Sorge tragen, dass meine Mitarbeiter und mein Stab eine klare Vorstellung davon bekommen, was wir kurz-, mittel- und langfristig erreichen wollen. Auch in der Politik kann man nicht alleine erfolgreich sein. Sondern nur mit einem motivierten Team, das bereit ist, eine Vision mitzutragen und zu verwirklichen.

 

Was zeichnet einen guten Arbeitgeber aus?
Wir pflegen bei innocate einen sehr offenen Umgang miteinander und arbeiten gemeinsam an einer Strategie, die uns erfolgreich macht. Wenn jeder versteht, was wir erreichen wollen, und jeder sich eingebunden fühlt, dann wird die Strategie auch mit hoher Motivation verfolgt - das ist bestimmt ein wichtiger Baustein des Gesamterfolgs. Weiterhin denke ich, dass ein guter Arbeitgeber versucht, seinen Mitarbeitern Chancen und Perspektiven zu bieten. Daher investieren wir viel in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und ermutigen sie dazu, Verantwortung zu übernehmen.

 

Was war Ihr bisher größter Flop?
Rückschläge gibt es immer wieder, und sie gehören zum Unternehmerleben dazu. Wir haben einmal eine Lösung für einen großen Personaldienstleister erarbeitet und standen kurz vor der offiziellen Einführung. Aus organisatorischen Gründen wurde das Projekt dann noch vor Abschluss gestoppt. Ein solches Projekt frustriert alle Beteiligten, da die Arbeit zwar monetär honoriert wurde, aber die entwickelte Lösung, trotz der intensiven und leidenschaftlichen Arbeit, keine richtige Anerkennung fand. Ähnlich fühlt es sich an, wenn eine gute Lösung einfach nicht beim Auftraggeber eingesetzt werden darf. An diesem geschilderten Fall erkennen Sie, dass wir nicht nur einfach Aufträge sauber abarbeiten, sondern immer auch mit viel Herzblut bei der Sache sind.

 

Wo können Sie am besten nachdenken?
Ich verreise sehr gerne. Immer wenn es mir dann gelingt, etwas abzuschalten, kommen mir auch gute Ideen, und es schärft sich der Blick für wichtige Entscheidungen. Im Arbeitsalltag ist es oft schwierig, über neue Wege und Strategien nachzudenken, um dann die richtige Entscheidung voranzutreiben.

 

Welches ist Ihr ehrgeizigstes Ziel für 2012?
Wir wollen in diesem Jahr weiter wachsen, und das Thema Personalakquise ist eine große Herausforderung. Ich hoffe daher, dass es uns gelingt, unsere diesbezüglichen Ziele zu erreichen und weitere engagierte Mitarbeiter zu gewinnen, die zu uns passen.

 

Wenn Sie nicht Geschäftsführer eines erfolgreichen Unternehmens wären, was würden Sie heute tun?
Grundsätzlich liebe ich meinen Beruf und bin mir sicher, dass ich in irgendeiner Form in der IT-Beratung tätig wäre. Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen, ausreichend Zeit für meine Hobbys Fotografie und Reisen zu haben. Und natürlich würde ich mehr Zeit mit den Menschen verbringen wollen, die mir nahe stehen und die zeitlich leider oft zu kurz kommen.