Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie mehr darüber.

Chancengleichheit: Reden Sie noch – oder fördern Sie schon?

26.04.2012

Chancengleichheit: Reden Sie noch – oder fördern Sie schon?

 

Mehr Frauen in Führungspositionen - das Thema wird derzeit intensiv diskutiert. Für viele mittelständische Unternehmen sind weibliche Fach- und Führungskräfte jedoch schon längst kein Novum mehr. Drei aktuelle TOP JOB-Unternehmen tun sich hier besonders hervor. Dafür erhalten sie den Sonderpreis „TOP JOB: Fokus Frauen".

 

Während Politik und Großkonzerne diskutieren, argumentieren und sich duellieren, ist ihnen der Mittelstand wieder einmal weit voraus: Die Rede ist von der Diskussion um „Frauen in Führungspositionen". Auch ohne Quote ist das vermeintlich schwache Geschlecht aus den Führungsetagen mittelständischer Betriebe nicht mehr wegzudenken. Beispielhaft zeigen das jene 94 Mittelständler, die von der Universität St. Gallen im Rahmen der Arbeitgeber-Zertifizierung TOP JOB als beste Arbeitgeber im deutschen Mittelstand identifiziert wurden: Jede vierte Führungskraft dort ist weiblich. Genauer: 24,1 %. Allein in den Geschäftsführungen beläuft sich ihr Anteil auf 14,5 %. Besonders stark sind Frauen in den Leitungsgremien mittelgroßer Unternehmen, mit 101 bis 500 Beschäftigten, vertreten. Hier beläuft sich ihr Anteil auf 18,8 %. Bei kleinen Betrieben mit bis zu 100 Mitarbeitern sind es 14,5 %, bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern 12,9 %.


Die Träger des Sonderpreises hatten bei der TOP JOB-Analyse am überzeugendsten in den Kategorien „Chancengleichheit", „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" („Life-Domain-Balance") und „Wertschätzung" abgeschnitten. Gewonnen haben in den jeweiligen TOP JOB-Größenklassen: die IT- und Managementberatung BLUEFORTE aus Hamburg (bis 100 Mitarbeiter), das IT-Beratungsunternehmen Infomotion aus Frankfurt am Main (bis 500 Mitarbeiter) und der Automobilzulieferer KIRCHHOFF Automotive Deutschland aus Attendorn (mehr als 500 Mitarbeiter). Zukünftig soll der Sonderpreis jährlich vergeben werden.

 

Frauen in der IT? Selbstverständlich!
„Die drei ausgezeichneten Unternehmen überwinden mit ihrem Engagement ein klassisches Spannungsfeld: Da technische und IT-orientierte Berufe in dem Ruf stehen, Frauen nur wenige Chancen zu bieten, melden sich allgemein auch nur wenige weibliche Bewerber. Entsprechend gering ist hier die Zahl weiblicher Führungskräfte. Eine vorausschauende Personalpolitik löst diesen Konflikt. Dafür bekommen die drei Unternehmen den Sonderpreis ‚TOP JOB: Fokus Frauen'", erklärt Silke Masurat, Geschäftsführerin der compamedia GmbH. „Damit möchten wir das öffentliche Bewusstsein für das wichtige Thema ‚Frauen als Führungskräfte' schärfen. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass die Diskussion über den Mangel an Fachkräften genau an diesem Punkt ansetzen sollte, gerade in technologielastigen Branchen."

 

Für die kommende Runde der Arbeitgeber-Zertifizierung „Top Job" können sich Unternehmen noch bis zum 25. Mai 2012 anmelden.