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„Gut gedacht“ statt „gut gemacht“

26.04.2012

„Gut gedacht“ statt „gut gemacht“

 

Heute: Reden ist Gold!


Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Tipps zu allen Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".

 

 

Wenn ich in Firmen mit Mitarbeitern rede, so sind sie oft frustriert und hadern mit den Entscheidungen ihrer Vorgesetzten. Das wiederum können die nicht verstehen: Sie verweisen gerne darauf, dass sie ihre Mitarbeiter doch extra mithilfe eines Brainstormings oder anderer Methoden in die Entscheidungsfindung einbezogen haben. Wer hat nun recht?

 

Das Problem ist oft die „Kommunikation VOR der Kommunikation".
Beschwert sich ein Mitarbeiter darüber, dass seine Führungskraft ihn zwar gefragt hat, aber dennoch macht, was sie will, dann ist dem Mitarbeiter einfach nicht klar, warum sein Chef ihn überhaupt gefragt hat. Schuld an der Verwirrung ist die Führungskraft.

 

Sie sollte beispielsweise das Brainstorming ganz konkret einleiten: „Ich muss eine wichtige strategische Entscheidung treffen, an der viel Budget hängt. Allerdings brauche ich hierzu euren Hirnschmalz und eure Ideen, damit ich eine fundierte Entscheidung treffen kann." Dann ist allen klar, wer hier entscheidet. Eine unkommentierte Beteiligung der Mitarbeiter führt zu Missverständnissen. Dann gehen die davon aus, dass ihre - oftmals vielleicht sogar nur gefühlte - Mehrheitsentscheidung den Ausschlag gibt. Die Folge: Mitarbeiter, die frustriert sind und sich immer mehr zurückhalten.

 

Sagen Sie klar, was Sie wollen - und was nicht!
Wichtig in der Führung ist es, den Mitarbeitern zu signalisieren, wann man „nur" ihr Wissen und ihre Ideen braucht und wann eine Mehrheitsentscheidung getroffen werden soll.

 

Die Voraussetzung in beiden Fällen ist natürlich, dass die Führungskraft weiß, was eher strategische Entscheidungen sind und was sie gemeinsam mit dem Team entscheiden kann. Wichtig: Steht diese Entscheidung einmal fest, muss sie natürlich auch bekannt gegeben werden. Machen Sie das am besten nicht nur einmal, sondern anhand eingängiger Beispiele immer wieder. So wird es den Mitarbeitern wirklich bewusst.

 

Sie haben selbst eine Frage an Dr. Feige? Dann her damit!