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Die Renaissance der Werte

25.07.2012

Die Renaissance der Werte

 

Eine neue Studie zeigt: Top-Manager sind altruistischer als vermutet. Sie wissen um die Bedeutung von Werten und stabilen Netzwerken.

 

Früher lernte man sich bei einem Bier kennen, heute verschickt man online Freundschaftseinladungen: Wie führt man Geschäftsbeziehungen in der Zukunft? Mit dieser Frage hat sich das Berliner Dictyonomie-Institut, eine Tochter der Representative Marketing GmbH & Co. KG, beschäftigt.


Ehrlichkeit, Vertrauen und Altruismus

Alexander S. Wolf, Geschäftsführer des Business-Club-Betreibers, bringt ein zentrales Ergebnis der Studie auf den Punkt: „Clubs sind viel besser als ihr Ruf: Vetternwirtschaft und Vorteilsdenken sind Ausnahmen, gemeinsame Werte wie Ehrlichkeit, Vertrauen und Altruismus die Regel in Netzwerken."

 

Drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass das Fehlen gemeinsamer Werte und Ziele einer Beziehung wesentlich schaden kann. Besonders gegenseitiges Vertrauen (97 %) und Wertschätzung (93 %) sind wichtige Indikatoren für eine funktionierende Beziehung. Fast alle Befragten sehen die Verletzung dieser Werte als Netzwerk-Killer.

 

Entgegen der landläufigen Meinung suchen Entscheider in Netzwerken nicht das große Geschäft, sondern denken eher altruistisch: Nur 10 % würden ihr Netzwerk verlassen, wenn sie keine Aufträge für sich generieren könnten, dagegen würden 83 % aus ihrem Netzwerk aussteigen, wenn sie sich dort von zu vielen Menschen mit klarem Verkäuferinteresse umgeben fühlten. Auf die Frage, welche die wichtigsten Erwartungen an ein Netzwerk sind, antwortete knapp die Hälfte: „Neue Menschen kennen lernen" (44 %) und „Horizont erweitern" (45 %).

 

Schlechtes Image durch inszenierte Exklusivität

Doch die Netzwerk-Profis sind durchaus kritisch gegenüber der Szene und haben eine differenzierte Meinung zu Netzwerken: Die Hälfte glaubt, dass das schlechte Image von Netzwerken aus einer zu sehr inszenierten Exklusivität erwächst und dass die lediglich zum Vorteil ihres Betreibers bestünden.

 

Das Dictyonomie-Institut analysiert in Zusammenarbeit mit Goldmedia Custom Research, was erfolgreiche Führungskräfte von heute wirklich antreibt, wie sie ihr Netzwerk aufbauen, Beziehungen pflegen und welche Werte sie dabei leben. Dafür wurden 100 Entscheider, die in mindestens zwei professionellen und wirtschaftsorientierten Clubs Mitglied sind, mittels einer anonymen Online-Umfrage zu ihrem Netzwerkverhalten befragt.

 

Ausführliche Ergebnisse der Studie finden Sie hier.