Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie mehr darüber.

	Studie: Ist der Chef gesund, freuen sich die Mitarbeiter

25.04.2013

Studie: Ist der Chef gesund, freuen sich die Mitarbeiter

 

Viele Unternehmer und Mitarbeiter widmen sich mit großem Engagement ihrer körperlichen Fitness. Aber wie steht es um ihre psychische Fitness? Und mit welchen Maßnahmen lässt sich ein mentales Wohlbefinden am Arbeitsplatz überhaupt erzeugen? Die aktuelle TOP JOB-Trendstudie hat das untersucht.

 

Die Ergebnisse zeigen, in welchem Maße eine gesunde Führung seitens des Managements die psychische Gesundheit im Unternehmen beeinflusst: Psychisch gesunde Mitarbeiter identifizieren sich um 54 % mehr mit dem Unternehmen, fühlen sich um 23 % stärker integriert, sind um 30 % zufriedener und zeigen um 26 % mehr Bindung als die Mitarbeiter, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Das hat vor allem auch Auswirkungen auf die Unternehmensleistung: Die steigt um 15 %, wenn die Mitarbeiter mental gesund sind. Negative Faktoren vermindern sich dagegen signifikant, etwa die Kündigungsabsicht (- 75 %), das destruktive Engagement (- 63 %) und der Resignationsgrad (- 52 %).


Für die Autorinnen der Studie, Prof. Dr. Heike Bruch und Sandra Kowalevski, ist eine gesunde Führung dann gegeben, wenn „Führungskräfte sich verantwortlich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fühlen, achtsam mit ihnen umgehen und ein gutes Vorbild im Umgang mit der eigenen Gesundheit sind." Während schon eine ergebnisorientierte Führung und eine inspirierende Führung die psychische Gesundheit in den untersuchten Unternehmen um 41 % bzw. 44 % verbessern, steigert eine gesunde Führung das mentale Wohlbefinden noch einmal um 14 %.


So wichtig eine gesunde Führung nach den Erkenntnissen der Autorinnen ist, so groß ist noch der Nachholbedarf: Erst in 24 % der untersuchten Unternehmen ist eine gesunde Führung sehr gut oder gut ausgeprägt.


Die Wissenschaftlerinnen empfehlen in der TOP JOB-Trendstudie daher neun konkrete Maßnahmen, mit denen Geschäftsführer und Führungskräfte die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden schützen können. Dazu zählt neben einer Kultur der Wertschätzung und dem Aufzeigen von Perspektiven auch die Förderung der Eigenverantwortung. Unternehmen, die auf dieses sogenannte Empowerment setzen, verbessern laut Studie die psychische Gesundheit der Mitarbeiter um 31 % im Vergleich zu Unternehmen, die hier Nachholbedarf haben.


„Die TOP JOB-Trendstudie stellt eindrücksvoll den Nutzen einer gesunden Führung heraus. Die Mehrheit der Unternehmen hat das Potenzial dieses Führungsansatzes aber noch nicht erkannt, weder im Hinblick auf die psychische Gesundheit im Unternehmen noch im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit. Die Betriebe tun deshalb gut daran, eine Bestandsaufnahme dazu durchzuführen, wie es um die Gesundheit bei ihnen bestellt ist und mit welchen konkreten Maßnahmen sie eine gesunde Führung etablieren können", sagt compamedia-Geschäftsführerin und TOP JOB-Projektleiterin Silke Masurat.


Im Auftrag von compamedia wertete das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen die Befragungsergebnisse von 15.544 Mitarbeitern, 264 Geschäftsführern und den Personalleitern von 96 mittelständischen Unternehmen aus. Die Unternehmen hatten sich an dem Arbeitgeberbenchmarking TOP JOB beteiligt.


Die Studie steht als kostenloser Download zur Verfügung.