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Dr. Feiges Personaltipp: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

25.04.2013

Dr. Feiges Personaltipp: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

Heute: Talente managen


Man kann es schon gar nicht mehr hören, aber dennoch ist es wahr: Gerade im Mittelstand werden talentierte Mitarbeiter oft in Führungspositionen - also zu Teamleitern oder Abteilungsleitern - befördert, ohne dass sie in irgendeiner Weise auf diese neue Aufgabe vorbereitet worden sind.

 

 

Wenn man es mit einem Naturtalent zu tun hat, kann das auch wirklich gut gehen. Allerdings findet sich so jemand sehr selten. Deutlich öfter kommt es zu Problemen und „Reibungsverlusten", und die neue Führungskraft lernt bestenfalls „by doing" das richtige Führungsverhalten. Bis es so weit ist, versuchen die Firmen oft durch „Reparaturmaßnahmen" - beispielsweise in Form eines zweitägigen externen Führungskurses - alles wieder ins Lot zu bringen. Das hilft im Normalfall aber auch nicht langfristig.

 

Was können Unternehmen also tun, wenn sie keine Konzerne sind und sich keine tollen internen Führungsprogramme leisten können?

 

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens kann man der neuen Führungskraft einen erfahrenen Coach an die Seite stellen, der zum Beispiel für die ersten 100 Tage ein Programm mit seinem Schützling ausarbeitet: Was sind die Führungsideen der neuen Führungskraft? Wie passen sie zu seiner Person und zur Firma? Aus welchem Führungsumfeld kommt das Team? Wie sollte die neue Führungskraft die erste Teamsitzung gestalten? Wie sollte sie ihren Führungsstil rüberbringen? Wie die einzelnen Mitarbeiter kennenlernen? Wie deren Erwartungen erfragen? Und wie diese erfüllen? Fragen über Fragen. Sind allerdings diese Vorüberlegungen gemacht, sind schon einige Hürden genommen. Und wenn der Coach die neue Führungskraft noch in zwei oder drei Coachingsitzungen begleiten kann, ist das eine sehr effiziente, pragmatische und auf die Situation zugeschnittene Lösung.

 

Eine Alternative wäre, den zu befördernden oder gerade beförderten Mitarbeiter in ein strukturiertes Talentprogramm zu entsenden. Solche Programme sind meist so aufgebaut, dass mehrere Teilnehmer zusammen durch vier oder fünf Trainingsmodule gehen, die über cirka ein Jahr verteilt sind. Diese bilden die wichtigsten Führungsthemen ab: „Selbstführung", „Führung anderer Personen", Managementtechniken, zum Beispiel Problemlösung, Entscheidungstechniken und Projektmanagement usw. In solchen Gruppen herrscht spätestens nach dem ersten Modul eine sehr offene Kultur. Das heißt: Die Teilnehmer lernen nicht nur vom Trainer, sondern durch Erfahrungsaustausch auch voneinander. Während eines solchen Programms stehen die Trainer ,aber auch die anderen Gruppenmitglieder bei Problemen jederzeit zum Austausch zur Verfügung. Das hilft enorm, gerade gegen die Unsicherheiten in der ersten Führungszeit. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber einzeln gebuchten Kursen bei verschiedenen Instituten liegt in der übergreifenden Logik der Kurse (roter Faden) und der steten Transferhilfe und -kontrolle. Im Endeffekt hat der Teilnehmer nach diesem Jahr eine fundierte Führungsausbildung abgeschlossen und fühlt sich sicher.

 

Gerade die Führung gehört zum täglichen Erlebensraum der Mitarbeiter und kann damit viel Gutes, aber auch viel Schlechtes bewirken. Es heißt oft, dass Mitarbeiter sich bewusst für ein Unternehmen entscheiden, aber wegen der Führungskraft gehen. Gerade aus diesem Grund ist es mir schleierhaft, warum dieses Feld im Mittelstand oft so sträflich vernachlässigt wird. Allein, wenn man die Kosten einer einzigen ungewollten Kündigung, eventuell sogar noch seitens eines Kernkompetenzträgers, mit der Investition in eine Führungsausbildung vergleicht, ist die Entscheidung gefallen.

 

Auf der Grundlage des Wissens, was gute und erfolgreiche Führung ausmacht, und auf mehrfachen Kundenwunsch hin bietet compamedia angehenden Führungskräften ein individuelles Coaching. Und, ganz neu, ein einjähriges Führungs- und Managementtraining in fünf aufeinander abgestimmten Trainingsmodulen. Bei Interesse: Melden Sie sich!

 

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Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Antworten auf alle Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".