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Dr. Feiges Personaltipp: Everybody’s Darling

27.06.2013

Dr. Feiges Personaltipp: Everybody’s Darling

 

Heute: Der Führungsengpass


Eine Führungskraft kann es nicht jedem recht machen. Sie darf es sich aber auch nicht mit jedem verscherzen! Wie funktioniert das?

 

Bei meinen Gesprächen, Coachings und Trainings bemerke ich oft, dass es eine große Kluft zwischen den modernen Führungsanforderungen und der gelebten Führungskultur gibt. Das führt sehr häufig zu Ineffizienz, die sich in Produktivitäts- und sogar richtigen Kapazitätsverlusten äußert. Augenscheinlich wird das Ganze natürlich erst im Endstadium: Wenn es etwa zu einer Fluktuation kommt. Anzeichen, etwa Klagen über die Führungs-, die Entscheidungs-, die Informations- oder die Vertrauenskultur, werden oft überhört. Das ist ja auch sehr einfach: Als Führungskraft bin ich eben nie beliebt. Und vor allem kann ich es nicht jedem recht machen. Das stimmt zwar. Aber ich muss ja auch nicht gleich zum Schrecken der Abteilung werden.

 

Woher kommt die Kluft?

Führungskräfte können mithilfe ihrer fachlichen, ihrer disziplinarischen oder ihrer persönlichen Autorität führen. Oft herrschen im Mittelstand noch die beiden erstgenannten Autoritäten vor. Das heißt, dass die Führungskraft versucht, fachlich zu erklären und zu überzeugen. Funktioniert das nicht, bedient sie sich ihrer disziplinarischen Macht. Das kann in manchen Situationen vom Mitarbeiter akzeptiert werden. Heutzutage ist das aber längst kein Routineprozess mehr. Die heutigen Mitarbeiter sind im Vergleich zu vielen Führungskräften in einer Zeit aufgewachsen, in der es nicht mehr um Befehl und Gehorsam geht. Vielmehr wollen sie sich selbst einbringen. Sie wollen gehört und wertgeschätzt werden. Sie lassen sich durch eine kooperative Führung eher motivieren. Die persönliche Autorität wird immer wichtiger. Die muss sich die Führungskraft aber erst einmal verdienen. Sie hängt von der Person ab und nicht von der Position.

 

Gerade im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente spielt die Führung eine entscheidende Rolle. Beide gehören zu einer umworbenen Zielgruppe und sind schnell wieder weg, wenn die Führung nicht stimmt. Führung wird also zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Führungsausbildung hat einen guten Return on Investment. Verstärkend kommt hinzu, dass viele Unternehmen mit einer kooperativen Führung auf dem Arbeitsmarkt werben. Damit wecken sie Erwartungen. Bei den Bewerbern, aber auch bei den eigenen Mitarbeitern. Weicht die Führungskultur in der Realität zu stark ab, gibt es Probleme.

 

Die Lösung

Das Entscheidende ist, die Führungskräfte zu sensibilisieren. Sie brauchen ein Set an unterschiedlichen Verhaltensdispositionen, damit sie die Anforderungen der modernen, demografiebezogenen Führung erfüllen können. Mehr dazu verrate ich im nächsten „Spickzettel".

 

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Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Antworten auf alle Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".