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Dr. Feiges Personaltipp: Ist Führung messbar?

01.10.2013

Dr. Feiges Personaltipp: Ist Führung messbar?

 

Heute: Warum Mitarbeiterbefragungen so wichtig sind


Human Ressources krankt oft daran, dass die Verantwortlichen „weiche" Faktoren in „harten" Fakten darstellen müssen. Denn bei der Personalarbeit ist das Budget, also der Input, klar messbar. Der Output ist es oftmals nicht.

 

Ein Beispiel: Personalleiter stoßen häufig an ihre Grenzen, wenn sie die Frage „Wie gut ist die Führung im Unternehmen?" beantworten sollen. In der Praxis behelfen sie sich daher oft mit Kennzahlen wie der Krankheitsquote oder der Fluktuationsrate. Beides sind in der Tat harte Fakten. Aber sie messen die Auswirkungen von Führung zu einem zu späten Zeitpunkt. Denn wenn die Mitarbeiter vermehrt krank werden oder kündigen, ist es bereits zu spät. Zudem sind diese Kennzahlen nicht eindeutig genug: Sie werden von etlichen weiteren Variablen wie Zielvereinbarungen, Feedbackkultur oder dem Betriebsklima beeinflusst.

 

Was also tun?

Eine Möglichkeit ist es, Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen durchzuführen. Denn die liefern „harte" Zahlen. Allerdings müssen die Verantwortlichen auch wissen, wie sie diese zu interpretieren haben. Ein schlechtes Ergebnis der Befragung kann bedeuten, dass die Führung tatsächlich nicht gut ist. Es kann aber auch heißen, dass die Führungskräfte mit den falschen Tools und Systemen ausgestattet sind. Und es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Vielleicht sind die Erwartungen der Mitarbeiter an ihre Chefs einfach zu hoch.

 

Darüber, was die Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten erwarten, und vor allem darüber, was sie erwarten können und dürfen, wird in Unternehmen selten bis nie gesprochen. Die Folge: Die Mitarbeiter beantworten diese Fragen selbst und erschaffen sich ein Idealbild. Im Vergleich mit diesem Idealbild schneidet die reale Führungskraft immer schlecht ab. Das führt zu Ärger und Frust, zu Resignation und Demotivation auf allen Seiten. Wie sagt der Psychologe: Es gibt nichts Schlimmeres als nicht erfüllte Erwartungen.

 

Die Lösung: TOP JOB

Idealerweise muss die Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung deshalb mit einer Analyse der eingesetzten Führungstools gekoppelt werden. Und da Mitarbeiter ohnehin der Meinung sind, bei anderen Firmen sei alles besser, bräuchte man als Drittes noch eine Außenanalyse. Schließlich sollten alle drei Elemente aufeinander abgestimmt sein. Wenn Sie als Personaler das lesen - das weiß ich aus meiner Zeit als Personalleiter aus eigener Erfahrung -, wird Ihnen vermutlich schwarz vor Augen: Das frisst Ihr Budget für die nächsten Jahre auf.

 

Deshalb ein Tipp in eigener Sache: Versuchen Sie es mal mit unserem Arbeitgeber-Benchmarking TOP JOB. Das vereint für wenig Geld alle drei Dinge. Gerade zum Thema Führung klärt es Fragen wie: „Beteiligen meine Führungskräfte ihre Mitarbeiter?", „Fragen sie nach Ideen?", „Geben sie Ziele vor?", „Geben sie auch Feedback?" und „Sind sie interessiert an den Ergebnissen der Mitarbeiter?". Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob die Führungskräfte Fingerspitzengefühl im Sinne einer demografieorientierten Führung entwickeln. Das wird gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger! Wenn bei Ihnen Input und Output stimmen und Sie darüber hinaus im Vergleich mit den anderen Unternehmen Ihrer Größenklasse gut dastehen, dann können Sie relativ ruhig schlafen.

 

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Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Antworten auf alle Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".