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„Be yourself!“

28.11.2013

„Be yourself!“

 

Heute in der compamedia-„Sprechstunde": Prof. Dr. Utz Claassen. Der Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende der Syntellix AG hat sich als Top-Manager bei SEAT, bei der Sartorius AG und bei der EnBW AG einen herausragenden Ruf als Sanierer erworben. Aktuell sorgt das TOP 100-Jurymitglied Claassen mit seinem neuen Buch „Unbequem" landesweit für großes Aufsehen.

 

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?

In meine am Vortag erstellte To-Do-Liste einsteigen.

 

Was ist Ihre Internet-Startseite im Büro?

Wenn ich konzentriert arbeite, bleibt mir keine Zeit, mich mit Internet-Aktivitäten abzulenken.

 

Was lesen Sie gerade?

Den Fragenkatalog Ihrer „Sprechstunde".

 

Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum?

Meine Eltern. Von meinem Vater lernte ich die Bedeutung von Toleranz und Chancengleichheit, von meiner Mutter, immer Respekt, aber niemals Angst vor Position und Alter zu haben - und dass die Ehrlichkeit die höchste Form des Respekts darstellt.

 

Ein Monat im Amt: Was würden Sie als Erstes in Angriff nehmen, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Die Politikerhaftung. Es wird Zeit, dass die Politiker an sich selbst dieselben Maßstäbe anlegen wie an die 80 Millionen anderen Bürger auch.

 

Was zeichnet einen guten Innovator aus?

Die Bereitschaft, alles (einschließlich der eigenen Person) immer und immer wieder infrage zu stellen, und die Unbequemlichkeit auch gegenüber sich selbst.

 

Was war Ihr bisher größter Flop?

Mehr als einmal fälschlicherweise vertraut und nicht erkannt zu haben, wie massiv ich getäuscht und hintergangen worden bin.

 

Wo können Sie am besten nachdenken?

In völlig ungezwungenem Ambiente und stressfreier Atmosphäre: beim Spazierengehen, in der Badewanne, beim Duschen oder entspannt auf dem Liegestuhl.

 

Welches ist Ihr ehrgeizigstes Ziel für 2014?

Dasselbe wie jedes Jahr: mich nicht verbiegen zu lassen. Be yourself!

 

Eine schwierige Frage, aber: Wenn Sie nicht Unternehmensberater, Unternehmer, Wissenschaftler, Publizist und Buchautor wären, was würden Sie heute tun?

Viel mehr Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen. Ansonsten bleibt nach Wirtschaft, Sport und Kultur noch die Politik. Mich auch politisch engagieren zu wollen, habe ich ja bereits öffentlich angekündigt. Unbequem sein ist dort wahrlich vonnöten.