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Dr. Feiges Personaltipp: An die eigene Nase greifen

24.04.2014

Dr. Feiges Personaltipp: An die eigene Nase greifen

 

Heute: Elf Fehler, die Sie als Führungskraft vermeiden sollten.

 

Das Unternehmen blüht wirtschaftlich, Ihre Mitarbeiter sind rundum zufrieden und ihre Qualitäten als Führungskraft werden Ihnen jeden Tag aufs Neue bestätigt. Wenn diese drei Punkte auf Sie zutreffen, kann ich Sie nur beglückwünschen. Denn leider sieht der Führungsalltag in Deutschland anders aus: Unzufriedene Mitarbeiter lassen so manche Führungskraft verzweifeln. Ich gebe Ihnen heute einen kleinen Anstoß, was Sie besser machen können.


 

 

Freuen Sie sich nicht zu früh: Ich werde Ihnen jetzt kein Patentrezept an die Hand geben. Ganz im Gegenteil: Ich möchte Sie zum Nachdenken anregen. Denn aus meinem eigenen Führungsalltag weiß ich nur zu gut, wie Alltag und Routine die Sicht vernebeln können.

 

Denken Sie also über folgende Aussagen einfach mal nach und fragen Sie sich, was davon vielleicht auf Sie zutreffen könnte:

 

  1. Als Führungskraft habe ich gerade selbst kein klares Bild von den Zielen und Aufgaben meiner Mitarbeiter.
  2. Ich beteilige meine Mitarbeiter nicht an der Zielfindung und an den Aufgabendefinitionen unseres Unternehmens. 
  3. Ich schaffe es nicht, eine transparente Trennung zwischen Zielvereinbarung und Zielsetzung herzustellen. 
  4. Es gibt in unserem Unternehmen keine konkreten Gespräche über Aufgaben und Ziele.
  5. Ich behandle alle Mitarbeiter gleich. Ausbildungsgrad, Erfahrung, Persönlichkeit, Demographie und Motivationslage spielen für mich keine Rolle.
  6. Ich scheue oft davor zurück, meinen Mitarbeitern sofort ein klares Feedback zu geben, sei es positiv oder negativ. Leider hat das schon das eine oder andere Mal das Fass zum Überlaufen gebracht.
  7. Emotionen und Privates gehören nicht an den Arbeitsplatz. Ich spreche nur rein sachlich mit meinen Mitarbeitern. 
  8. In unserem Unternehmen gibt es zwar eine Politik der „offenen Tür", aber ich habe eigentlich kaum Zeit für meine Mitarbeiter und bin sehr selten zu erreichen. 
  9. Ich habe oft das Gefühl, dass meine Mitarbeiter mich nicht ernst nehmen und ich nicht die Autorität habe, die für meine Position angemessen wäre. 
  10. Ich habe privat oder beruflich gerade ein paar Probleme. Manchmal bin ich deswegen gedanklich so abgelenkt, dass ich meinen Mitarbeitern nicht richtig zuhöre. 
  11. Vorschläge von Mitarbeitern beachte ich eher selten. Die meisten Aufgaben nehme ich am liebsten selbst in die Hand und delegiere sie selten nach unten.

 

Haben Sie sich in einer oder mehreren dieser Aussagen wiederentdeckt? Keine Sorge, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Selbstreflexion ist der erste Schritt zu motivierten Mitarbeitern.

 

Sie haben eine Frage an Dr. Feige? Dann fragen Sie!


Seit Anfang 2011 arbeitet der Personalexperte Dr. Wolfgang Feige exklusiv für compamedia. Er unterstützt die TOP JOB-Unternehmen bei der Auswertung ihrer Benchmarkingberichte und gibt Antworten auf alle Fragen rund ums Personalmanagement. Und das auch jeden Monat im compamedia-„Spickzettel".