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Motiviert zum Erfolg

28.08.2014

Motiviert zum Erfolg

 

Während manche Unternehmen hochgradig innovativ und wirtschaftlich erfolgreich sind, kämpfen andere mit ständigen Misserfolgen und Hürden. Woran das liegt, hat die aktuelle „Top Job"-Trendstudie untersucht.

 

Im Auftrag von compamedia wertete das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen die Befragungsergebnisse von 14.518 Mitarbeitern 77 mittelständischer Unternehmen aus. Diese hatten am Benchmarking „Top Job" teilgenommen, das als einziger Arbeitgebervergleich auch die Organisationale Energie eines Unternehmens misst. Das ist die Kraft, mit der ein Unternehmen zielgerichtet Dinge bewegt. Das Konzept der Organisationalen Energie wurde von dem Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen entwickelt.


Positive Effekte
Sowohl die Innovationsrate als auch der Unternehmenserfolg und das Wachstum werden von dieser Kraft beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass vor allem der Zustand der sogenannten „produktiven Energie" wünschenswert ist. In dieser Verfassung ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang, um gemeinsam die Ziele eines Unternehmens zu erreichen. Dadurch steigern sich die Unternehmensleistung und die Innovationsfähigkeit um jeweils 21 %, die Mitarbeiter sind zu 24 % zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz - und neigen daher 61 % weniger zur Kündigung. Auch die Kunden sind zu 26 % zufriedener, wenn im Unternehmen produktive Energie vorherrscht.

 

Zerstörerische Kraft

Die Organisationale Energie kann gezielt oder unbewusst aber von den Mitarbeitern auch für negative Zwecke eingesetzt werden. Mitarbeiter verspüren hierbei intensive negative Gefühle wie Furcht oder Aggression. Dieser Zustand stellt für Unternehmen eine Gefahr dar, denn in diesem Fall werden die aktivierten Kräfte für destruktive Absichten missbraucht. Diese sogenannte korrosive Energie mindert die Unternehmensleistung um 33 % und lässt auch die Innovationsfähigkeit um 28 % sinken. Die Mitarbeiter sind zu 29 % weniger zufrieden und neigen im gleichen Maße zur Kündigung. Die Arbeitgeberattraktivität sinkt um 34 %, wenn sich die Mitarbeiter im Zustand der korrosiven Energie befinden. Und auch diese Verfassung wirkt sich auf die Kunden aus: sie sind 34 % unzufriedener.

 

Der Fisch stinkt vom Kopf
Für die Autoren der Studie, Prof. Dr. Heike Bruch und Josef A. Fischer ist die Mobilisierung der Energie Führungssache. Den Führungskräften stehen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen können sie die „Slaying-the-Dragon-Strategie" einsetzen. Durch die Betonung der Dringlichkeit einer Sache (hervorgerufen durch eine äußere Bedrohung, z.B. empfindliche Marktveränderung) und gleichzeitige Stärkung des Selbstvertrauens der Mitarbeiter, können Führungskräfte Energie freisetzen. Diese Strategie steigert die produktive Energie um 36 % und das Engagement um 12 %. Eine alternative Möglichkeit ist die „Winning-the-Princess-Strategie". Hier mobilisieren die Führungskräfte Energie, indem sie ihre Mitarbeiter für ihre Ziele gewinnen und ihnen Chancen aufzeigen. Dadurch wird die produktive Energie um 36 % und das Engagement um 16 % gesteigert.

 

Konkrete Handlungsempfehlungen
Die Wissenschaftler empfehlen in der „Top Job"-Trendstudie sieben konkrete Maßnahmen, um Energie und Engagement im Unternehmen zu steigern. Dazu gehören unter anderem klare Unternehmenswerte, regelmäßige Mitarbeiterbefragungen und die offene Diskussion der Ergebnisse daraus. Gemeinschaftliche Aktivitäten können ebenfalls positive Effekte haben.

 

Zur Studie gelangen Sie hier