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Stress: Nicht unterkriegen lassen

23.10.2014

Stress: Nicht unterkriegen lassen

 

Die Arbeitswoche war lang, der Zug zur Arbeit hatte Verspätung oder fuhr erst gar nicht, und das Sportprogramm ist leider auch wieder zu kurz gekommen. Es gibt viele Dinge, die Stress verursachen können. Und zu viel Stress macht krank. Dabei gibt es viele gute Anregungen, wie es sich etwas entspannter leben lässt.

 

Stress im Job
„Noch 148 Mails checken, wer weiß was mir dann noch passiert" - diese Songzeile kommt uns nicht nur bekannt vor, weil sie aus einem Hit von Tim Bendzko stammt. Sondern auch deshalb, weil sie den digitalen Alltag vieler Menschen beschreibt. Smartphone, Laptop, Tablet - ständig sind wir erreichbar - und das auch on the road, nach Feierabend oder im Urlaub. Doch es gibt Strategien, die Abhilfe schaffen können. Andreas Lenz von t3n, dem Magazin für digitales Business, empfiehlt beispielsweise ein tägliches, festgelegtes Zeitfenster für das Bearbeiten von E-Mails.


Mal eben kurz die Welt retten – fühlen Sie sich auch manchmal, als würde die Last dieser Erde auf Ihnen ruhen?

 

Stress durch Pendeln
Millionen Deutsche sind Pendler. Sie reisen täglich mehr als 45 Kilomter beziehungsweise verbringen über eine Stunde in Auto oder Bahn, um an den Arbeitsplatz zu kommen. Und angesichts der deutschen Streikkultur dürfte dieser Wert aktuell noch deutlich überboten werden. Dabei ist Pendeln zeitaufwendig und laut einer AOK-Studie auch noch ungesund. Pendler leiden demnach häufiger an psychischen Krankheiten und Übergewicht. Und Vielreisende betrifft das sicherlich in gleichem Maße. Dabei kann man die Zeit durchaus sinnvoll nutzen, wie unser Beitrag aus September zeigt.


Stress durch Verunsicherung

Einen weiteren Stressfaktor hat der Soziologe Hans Bertram ausgemacht: zu viele Wahlmöglichkeiten! So gab es in der Industriegesellschaft eine klare Vorstellung davon, wie das Berufs- und Familienleben zu organisieren ist. Die Rollen waren klar verteilt und die gesellschaftlichen Rahmenbedinungen darauf abgestimmt. Inzwischen gibt es diesen klaren Lebensrhythmus nicht mehr. Das macht uns freier, sorgt aber gleichzeitig durch die vielen Wahlmöglichkeiten für Verunsicherung. Zudem passen laut Bertram die Biografien nicht zu diesen Veränderungen. Noch immer gehe man davon aus, dass man bis zum 35. Lebensjahr einen bestimmten beruflichen Status erreicht haben muss. Das sorge bei den Jüngeren für großen Stress und bei den Älteren für Frustration. Der Soziologe empfiehlt deshalb, Druck und Tempo herauszunehmen: "Wir sollten das Leben weniger als Treppe sehen, bei der eine Stufe nach der anderen erklommen wird. (...) Wir sollten uns unser Leben eher als aufeinanderfolgende Lebensphasen vorstellen, die sehr verschieden sein können."

 

Stress in der Freizeit
Nach der Arbeit noch mal schnell in den Supermarkt, danach Gassi gehen mit dem Hund, Hausarbeit, die Sporteinheit nicht vergessen, vielleicht mal wieder ins Kino oder zur Party - und dann gibt es da ja auch noch den Partner, die Familie und unsere Freunde. Das alles unter einen Hut zu bringen kann Stress pur sein. Und das ist nicht nur subjektiv so - das haben Forscher der Pennsylvania State University herausgefunden. Die Wissenschaftler untersuchten 122 Speichelproben von Berufstätigen an Wochen- und freien Tagen auf das Hormon Cortisol, das auf Stress hinweist.

 

Das Verblüffende: Wenn Menschen auf der Arbeit sind, wird es weitaus weniger ausgeschüttet. Also: Einfach mal runterfahren und die Freizeit langsam angehen lassen. Nicht jede Minute verplanen, sondern morgens einfach mal aufstehen und alleine, mit dem Partner oder der Familie erst dann beschließen, was das Wochenende bringen könnte.

Natürlich lassen sich nicht alle Tipps und vor allem nicht immer umsetzen. Es geht in einem ersten Schritt auch vielmehr darum, die ganz persönlichen Stressfaktoren auszumachen und sich dann zu überlegen, wie sich dieser Stress reduzieren lässt. Hierfür muss man sich allerdings erst einmal auf die Suche machen.